Gedanken zum Tag

Mit dem heutigen Pfingstsonntag verabschieden wir uns von Ihnen. Zusammen haben wir versucht, Sie in Wort und Bild, in Ermutigung und Bekräftigung durch die letzten 10 Wochen der Coronazeit zu begleiten. Wir wünschen Ihnen, dass Sie weiter mit Gottes Segen den Weg durch die kommende Zeit gehen können, dass Sie aus seiner Zusage "ICH BIN DA" Kraft und Zuversicht schöpfen. 

Herzlichen DANK für all Ihre Rückmeldungen. Bleiben Sie gesund!

Ihre Elisabeth Wiedemann

 

Pfingstsonntag, 31. Mai 2020

 

Meditation zu Pfingsten                                                                                         

Durch dich Heiliger Geist
kann alles neu werden.

     Gib uns neue Gedanken
          und lass uns das Undenkbare denken.

Gib uns neue Gefühle
   und lass uns das Ungreifbare fühlen.

Gib uns neue Taten
   und lass uns das Unmögliche tun.
 

Gib uns ein neues Herz
   und lass uns dem Unfassbaren Raum geben.
 

Mach alles neu
   und lass uns eine lebendige Kirche sein
   hier auf Erden.

 

Anton Rotzetter

 

 

 

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Samstag 30. Mai 2020

Glücksfaktor Dankbarkeit

Danke für alle Begegnungen in der letzten Zeit, danke für alle kleinen Augenblicke, für ein kleines Zwinkern hinter der Maske, Dank für jedes gewechselte Wort, Danke für Zeichen der Aufmerksamkeit udn Wertschätzung, Danke für so manches Hinterfragen,Danke, dass Sie vielleicht ab und zu diese Seite geöffnet haben, Danke für die Nähe trotz Abstand......

DANKE - DANKBARKEIT - DANKESCHÖN - DANK

Ich möchte Ihnen heute DANKE  sagen mit einer der Geschichte vom kleinen Dank

Ihre Elisabeth Wiedemann

 

>>> Geschichte als PDF

 

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Freitag, 29. Mai 2020

 

Schutzraum

 

Schutzraum
brauchst du
Momente des Innehaltens
mitten im Alltag
 
Rückzugsplätze
brauchen wir
Momente des Auftankens
um Gedanken und Gefühlen gerecht zu werden
mitten im Tag
 
Kraftorte
brauchst du
Momente der gegenseitigen Stärkung
damit du der Gerechtigkeit
eine neue Chance geben kannst
 

© Pierre Stutz
Erschienen in der spirituellen Fotozeitschrift ferment

 

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Donnerstag, 28. Mai 2020

 

Zartschmelzende Seligkeit

 

Fast jeden Tag erfüllt sie mich einen kleinen himmlischen Augenblick lang mit Glück: Schokolade. Zartschmelzende Seligkeit, die sich noch steigert, wenn eine Tasse Cappuccino oder – spät abends auf der nach Sommer duftenden Terrasse – ein Glas Rotwein sie begleitet.

Schokolade macht glückliche Momente noch ein bisschen glücklicher, verleiht der Schönheit ihren Geschmack. Und in schweren Momenten bietet sie sich als Trostpflaster an. Natürlich kann sie Leid nicht heilen, aber ihr Geschmack erinnert an die Zeit, als Kindertränen mit einem Stückchen Süß getrocknet wurden und die Mutter zärtlich sagte: Es wird ja wieder gut.

Silvia Katharina Becker

 

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Mittwoch, 27. Mai 2020

 

Steine am Weg

 

Steine am Weg
die sich mir quer stellen
mich stolpern lassen,
vielleicht auch
Wunden zufügen
sind nicht unbedingt
blockierende Hindernisse

Manchmal tun sie einfach not,
weil sie mich zwingen
zum Innehalten,
zum Nachdenken,
zum Rasten –
und vielleicht auch
zur Erkenntnis
das nur die Umkehr
ans Ziel führt.

Maria Höller

 

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Dienstag, 26. Mai 2020

 

Wechsel

 

mir ist nach Wechsel
andere Frisur
andere Farbe
das reicht erst mal
in der Corona-Zeit
die Zeit des Stillstandes
des Rückzugs
da muss sich doch was ändern
das Leben fordert Tribut
und dieser zeigt mir
in Farbe und Bild
eine Frau
zwar mit roten Haaren
aber lebendig
wechselfroh
und Gegenwärtig
bejahend
geht sie in den Tag
und wissend erkennt sie
sie ist Meisterin ihrer Zeit
bestimmend
entscheidet sie
wie es weiter geht
und wann es endet
nur die Hoffnung
dass es endet
weckt sie jeden Morgen

 

nach © Waltraud Weiß

 

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Montag, 25. Mai 2020

 

 

Der größte Lohn für unsere Bemühungen

ist nicht das, was wir dafür bekommen,

sondern das,

was wir dadurch werden"

 

John Ruskin

 

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Sonntag, 24. Mai 2020

Manchmal kommt einer bei mir vorbei
mit leeren Händen
und beschenkt mich dennoch reichlich
mit seiner Liebe und seinem Frohsinn

Manchmal kommt einer,
der spürt sofort, was mit mir los ist,
und bleibt,
bis ich mich wieder gefangen habe

Manchmal kommt einer
nur mal so bis an die Haustür,
weil er sich sorgt und nach mir sehen will

Manchmal kommt einer,
der sich bei mir ausspricht,
weil er mir zutraut,
dass ich verschwiegen bin

Manchmal kommt einer
einfach weil er sich bei mir wohlfühlt
oder sich von mir trösten lassen will
 

Jedes Mal, wenn so einer von ihnen zu mir kommt,
verbreitet sich um mich
ein Stück Himmel und Seligkeit.
 

Pater Klemens Nodewald

 

 

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Samstag, 23. Mai 2020

 

Ich stehe mit dem
richtigen Fuß auf,

öffne das
Fenster der Seele,

verbeuge mich vor allem,
was lebt,

wende mein Gesicht
der Sonne entgegen,

springe ein paar Mal
über meinen Schatten

und lache mich gesund.

Adelheid Bergs

 

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Freitag, 22. Mai 2020

 

Weisheit der Indianer

jeden tag
die erde mit den füßen berühren
am feuer sich wärmen
ins wasser fallen
und von der luft gestreichelt  sein 

wissen ein tag ohne die vier
schwester wasser und bruder feuer
mutter erde und vater himmel
ist ein verrotteter tag 

ein tag im krieg
den wir gegen alles
führen 

Dorothee Sölle

 

Rätsel-Lösung von gestern: Krawatte

 

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Donnerstag, 21. Mai 2020 Christi Himmelfahrt

In der Himmelfahrtskapelle am Ölberg in Jerusalem werden die Fußspuren gezeigt, die Jesus bei der Himmelfahrt hinterlassen hat. Heute ist es an den Christen, handfeste Spuren in der Welt zu hinterlassen. Denn – wie es der Theologe und ehemalige evangelische Bischof Klaus Engelhardt sagt: „Himmelfahrt bedeutet: Jesus Christus nimmt Abschied, weil er Zutrauen zur Gemeinde hat.“

 

Hier noch etwas Spannendes für unsere Rätselfreunde!

>>> Rätsel zum Vatertag als PDF

 

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Mittwoch, 20. Mai 2020

 

Mein Dr. Wald

 

Wenn ich an Kopfschmerzen leide und Neurosen,
mich unverstanden fühle oder alt,
und mich die schönen Musen nicht umkosen,
dann konsultiere ich den Dr. Wald. 

Er ist mein Augenarzt, mein Psychiater,
mein Orthopäde und mein Internist.
Er heilt mich ganz bestimmt von jedem Kater,
ob der aus Kummer oder Cognac ist. 

Er hält nicht viel Pülverchen und Pille;
Doch umso mehr von Luft und Sonnenschein,
und kaum umhüllt mich seine Stille,
raunt er mir zu „nun atme tief du ein“.

Ist seine Praxis auf auch überlaufen,
in seiner Obhut läuft mach sich gesund,
und „Kreislaufkranke“, die noch heute schnaufen,
sind morgen ohne klinischen Befund. 

Es bringt uns immer wieder auf die Beine,
das Seelische ins Gleichgewicht,
verhindert Fettansatz und Gallensteine,
doch Hausbesuche macht er nicht. 

aus: www.wald2011.de

 

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Dienstag, 19. Mai 2020

 

Das kostbarste Geschenk

 

Ist dein Geschenk ein Zeichen der Freundschaft, dann magst du es in farbenfrohes Papier und mit bunten Bändern einwickeln.

Aber die Freundschaft lass frei, wie einen Schmetterling, der mit leichten Flügeln von einem Herzen zum anderen fliegt.

Wenn du einen Schmetterling verpackst, kann er nicht mehr fliegen. Wenn du die Freundschaft verpackst, bekommt sie keine Luft mehr und erstickt.

Freundschaft muss frei sein, ohne Hintergedanken.

Wenn du denkst, dir mit Geschenken Menschen gewogen oder gefügig zu machen, stirbt die Freundschaft.

Wenn Geschenke zum Geschäft werden, mit Verpflichtungen hin und zurück, dann geht die Freundschaft zugrunde.

Ein Geschenk der Freundschaft ist niemals groß und niemals schwer.

Es belastet nicht, denn es wird getragen von Strömen der Sympathie, die absichtslos von einem Herzen zum anderen fließen.

Geschenke magst du verpacken und verschnüren, aber niemals die Freundschaft.

Freundschaft ist das schönste und kostbarste Geschenk, der Sinn aller Geschenke, die Menschen einander geben.

 

Phil Bosmans

 

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Montag, 18. Mai 2020

 

Gestern war der 199. Geburtstag von Pfarrer Sebastian Kneipp. Der „Wasserdoktor“ hat seine Lehre auf 5 Säulen aufgebaut: Wasser, Bewegung, Kräuter und Heilpflanzen, Ernährung und Ordnung von Leib und Seele.

Wasser
Keinen Tag soll es geben, an dem du nicht
vom Wasser des Lebens trinkst:
es dir den Durst nimmt, dich erfrischt und belebt. 

Bewegung
Keinen Tag soll es geben, an dem du nicht
in Bewegung bleibst:
in deinen Füßen Tanz ist
oder auch nur die Kraft für einen kleinen Schritt.

Kräuter und Heilpflanzen
Keinen Tag soll es geben, an dem nicht
ein Gewächs der Erde dich erfreut
und dir gut tu:
ein Kraut am Weg, eine Blume, ein Baum.

Ernährung
Keinen Tag soll es geben, an dem nicht
der Tisch für dich gedeckt ist:
etwas darauf ist, was dich nährt
und dir Appetit auf Leben macht. 

Ordnung von Leib und Seele
Keinen Tag soll es geben, an dem du nicht
mit dir, den Menschen, der Schöpfung
und Gott in Frieden lebst.
So sei es - Amen.

 Susanne Ohr, Pfarrerin in Bad Wörishofen

 

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Sonntag, 17. Mai 2020

 

Gottverbunden

 

Zieh mich aus der Sintflut
und trockne mich unterm Regenbogen
Schenk mir verlässliche Gegenwart
und verheißungsvolle Zukunft
Hefte Dich liebevoll an meinen Leib
und ich trage Dich als Zeichen unserer
Liebe an mir

Hol mich aus Sklaverei
für mich durch Wüsten
und lass mich einen Wochentag lang
mir Dir ruhen

Versprich mir Wunder über Wunder
an jedem Ort, den ich mit Dir betrete
und hilf mir, Deiner Zusage treu zu sein
Fülle mein Herz und meinen Verstand
mit Deinem Gutsein
und lass uns immer wieder neu
mit Brot und Wein feiern,
dass wir zusammengehören.

Petra Heilig

 

Samstag, 16. Mai 2020

 

Erinnern Sie sich noch?

 


Der Monat Mai war früher für viele Menschen ein besonderer Monat - der sogenannte Wonnemonat! Es gab kaum einen Monat, in dem mehr Hochzeiten geschlossen wurden als im Mai. Aber auch die feierliche Maiandacht für die Kommunionkinder war etwas ganz Besonderes: Nehmen Sie sich doch ein paar Minuten Zeit und versetzen sich in Ihre Kindheit zurück und denken Sie noch einmal an schöne Momente, die im Monat Mai für Sie stattgefunden haben.

 

Quelle: Miteinander durch die Krise

 

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Freitag, 15. Mai 2020

Stärken Sie Ihr Immunsystem

Endlich ist es wieder soweit. Die ersten frischen Beeren und Gemüsesorten aus heimischem Anbau kommen auf den Markt - angefangen bei den Erdbeeren bis hin zum Spargel. Sich ausreichend und abwechslungsreich mit Obst und Gemüse zu versorgen, stärkt unser Immunsystem enorm. „5 am Tag“ heißt eine internationale Kampagne, die dazu auffordert, mehr Obst und Gemüse zu essen. Denn Obst und Gemüse besitzen eine Reihe von gesundheitsfördernden Vorteilen. Zum einen besitzen sie eine hohe Nährstoffdichte, das heißt, dass sie zwar wenig Energie zuführen, uns aber viele Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe liefern. Aus diesem Grund empfiehlt die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) täglich 5 Portionen Obst (250 g) und Gemüse (400 g) in roher oder erhitzter Form zu verzehren. Bei uns liegt allerdings der durchschnittliche Verzehr von Obst und Gemüse nur bei 350 g pro Tag.

Denken Sie doch bei Ihrem nächsten Einkauf auch an ihr Immunsystem!

 

Quelle: Miteinander durch die Krise

 

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Donnerstag, 14. Mai 2020

 

Unerwartet lebendig

 

Die Freundinnen und Freunde Jesu haben sich nach dessen Tod zurückgezogen.
Sie sind verunsichert und orientierungslos, verstehen Gott und die Welt nicht mehr.
Ihr Leben fühlt sich schwer an.

Da geschieht Unerwartetes. Die Bibel nennt es das Wirken des Heiligen Geistes.
Eine Kraft befreit sie aus dieser Enge.
Sie gewinnen ihr Lebendigsein zurück,
verstehen sich selber und auch die anderen neue.

Und stecken mit ihrer Lebensfreude an.
Heilsame Gotteskräfte wirken auch heute:
Neben den Ängsten wächst Mut.
In festgefahrenen Beziehungen bieten sich neue Möglichkeiten an.
Die Sorge vor dem Fremden wird kleiner und Türen öffnen sich.

Belastendes löst sich Schritt für Schritt.
Leben wird tiefer, wahrhaftiger, leichter –
Grund genug, die heilende Geistkraft zu feiern.

Susann Herzog

 

 

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Mittwoch, 13. Mai 2020

Nimm dir das nicht so zu Herzen….

Immer wieder hören wir gerade im beruflichen Kontext diesen Satz.

Laut Duden ist das Herz das gedachte Zentrum der Empfindungen,
des Gefühls, auch des Mutes und der Entschlossenheit.
Wenn mir jemand rät, mir etwas nicht zu Herzen zu nehmen,
will sie/er mir damit sagen, ich solle mein Gefühle nicht ins Spiel bringen,
keinen Mut und Entschlossenheit zeigen?

Ich wünsche mir auch bei der Arbeit Menschen, die mir sagen,
dass ich es mir zu Herzen nehmen soll,
wenn mich etwas betrifft.
Und mich unterstützen, wenn ich zu meinen Gefühlen
mit Mut und Entschlossenheit stehe.

Barbara Baumann

 

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Dienstag, 12. Mai 2020

Mai

zartes grün
sanftes rosa
kräftiges weiß
rauhes braun
ein windstoß
dicke regentropfen

rosa und weiß blütenblätter
segeln leicht herab
und bleiben liegen
aus dem nassen boden
neben dem braunen stamm

sonnenstrahlen
wärme

und ein windstoß
wirbelt die blütenblätter
durch die luft
und das zarte grün
schaut dabei zu

 

Herr, dein Segen sie mit mir,
wenn ich heute mit offenen Augen
und offenem Herzen in die Natur blicke
und mich als Teil der Schöpfung wahrnehme,
demütig und dankbar.

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Montag, 11. Mai 2020

 

Etwas zu wagen heißt,
nicht genau zu wissen,
was kommen wird.

Etwas zu wagen heißt,
wie Maria JA zu sagen
und zu vertrauen.

Etwas zu wagen heißt,
auf deine Begleitung zu hoffen.
Dazu schenke uns deinen Segen, Herr.

 

aus: Alles hat seine Zeit, Benno-Verlag

 

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Sonntag, 10. Mai 2020

Gedanken zum Muttertag

Eine glückliche Mutter
ist für die Kinder segensreicher
als 100 Lehrbücher über die Erziehung.

J. H. Pestalozzi

 

Hoch sollst du leben

 

Sei glücklich und froh
sei wild und echt sowieso
sei herzlich und weise
aber kein bisschen leise
mit Glück und mit Segen
sollst du hoch und lang leben

Cornelia Elke Schray

 

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Samstag, 09. Mai 2020

Gebet setzen Glauben voraus

"Wie wichtig ist Ihnen das Gebet?", fragte der Schüler.

"Hole mir dort vom Weinstock eine Traube!", sagte der Meister.

"Lebt der Weinstock jetzt weiter?", fragte der Meister.

"Ja", sagte der Schüler, "der Weinstock stirbt nur, wenn ich ihn von der Wurzel trenne."

"Richtig", entgegnete der Meister, "der Weinstock ist der Glaube, die Trauben sind das Gebet.
Ein Glaube kann ohne Gebete auskommen, aber nie das Gebet ohne Glauben.

 

Quelle: Überliefert

 

Manchmal weiß ich nicht, wie ich beten soll.
Und doch spüre ich: Du hörst mich,
egal, welche Worte ich finde.
Ich danke dir dafür.

 

 

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Donnerstag, 08. Mai 2020

Gott schenke dir Rückenwind

Möge der Weg dir freundlich entgegenkommen,
damit du stets dein Ziel vor Augen hast.

Möge der Herr deine Füße stärken,
damit du immer gut in Tritt kommst!

Möge der Wind stets in deinem Rücken sein,
damit du auf seinen Schwingen getragen wirst.

Möge die Sonne dich auf Schritt und Tritt begleiten
und dein Gesicht und Gemüt erhellen.

Mögen die Wolken den Regen so lange halten,
bis du sicher dein Ziel erreichst.

Möge die Melodie deines Lebens
wie der Ton einer Fahrradklingel sein: fröhlich und hell!

Möge Gott dich schützend in seiner Hand halten,
damit du sicher fährst auf allen Wegen.

 

Nach einem alten irischen Reisesegen

 

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Donnerstag, 07. Mai 2020

Corona-Litanei

Abgesagt
Haydn, Mozart und Schubert
dirigiert von Marek Janowski
Nicht abgesagt
das Cellospiel im 3. Stock
das Lied der Amsel
 
Abgesagt
die Lesung des Literaten
Nicht abgesagt
das Vorlesen des
abendlichen Gedichts
 
Abgesagt
die Versammlung zum 40. Jahrestag
der Tötung von Bischof Romero
Nicht abgesagt
die Erinnerung
der Widerstand
 
Abgesagt
der Traum von den Malediven
Nicht abgesagt
das Träumen von
der neuen Erde
dem neuen Himmel
 
Abgesagt
der Gottesdienst
Nicht abgesagt
das Gebet
das Flüstern mit Gott
 
Abgesagt
der Tulpenstrauss
auf dem Küchentisch
Nicht abgesagt
das Blühen und Bersten
das Keimen und Knospen
 
Abgesagt
das Hochzeitsfest
Nicht abgesagt
die Liebe
 
Abgesagt
die Trauerfeier
Nicht abgesagt
die Auferstehung

© Jacqueline Keune, Luzern (CH)

 

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Mittwoch, 06. Mai 2020

 

Wunderbar

 

Es gibt so viele Wunder auf dieser Welt.
Du musst sie nur wahrnehmen und sehen.
Die Wolkenbilder am Himmel
das Aufgehen der Sonne
das Streicheln des Windes
der Regenbogen, der dich unerwartet grüßt
und dich immer wieder in Staunen versetzt.

Es gibt so viele Wunder auf dieser Welt.
Du musst sie nur wahrnehmen und sehen.
Das Lachen eines lieben Menschen,
das dich selbst zum Strahlen bringt.
Eine leichte Berührung,
die dir wieder Mut macht,
wenn es dir nicht so gut geht.

Es gibt so viele Wunder auf dieser Welt.
Du musst sie nur wahrnehmen und sehen.
Das Leuchten einer Rose,
die dich mit ihrem Duft betört.
Das Farbenspiel der Bäume im Herbst,
das deine Seele erwärmt.
Der köstliche Geschmack einer Himbeere,
der dir den Tag versüßt.

Und ein Wunder bist auch du
mit deinem Lachen
mit deiner Ausstrahlung
mit deiner Liebenswürdigkeit
in deiner Einmaligkeit
Wunderbar - so wie du bist!

 

Maria Hierl

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Dienstag, 05. Mai 2020

Rezept für ein gelingendes Miteinander

gut zuhören können
und offen miteinander sprechen;
ein Auge haben für den anderen
und auch einmal ein Auge zudrücken können;
die Wahrheit sagen mit Liebe
und über Fehler auch einmal schweigen können;
von Herzen und freudig geben
und dankbar empfangen können;
uns ehrlich entschuldigen
und ebenso aufrichtig verzeihen;
eine eigene Meinung haben
und andere Meinungen achten;
uns freuen an einem guten Wort
und mit Lob und Dank nicht sparen;
Feste und Feiern als Farbtupfer im Alltag genießen,
aber auch miteinander schweigen können;
die Eigenständigkeit und Selbstständigkeit pflegen
und die Gemeinsamkeiten nicht vernachlässigen
und so miteinander ein Stück Richtung Himmel steigen!

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Montag, 04. Mai 2020

Fülle dein Herz mit Schätzen, der Tag ist lang!

Nimm den Goldglanz der Sonne,
den Purpurrausch des Schaffens;
das zerbrechliche Himmelsblau
vertrauender Kinderaugen;
lass dein Herz durchströmen
bis in den letzten Winkel
von den Rottönen der Liebe,
der Heiterkeit leuchtendem Gelb;
dem samtbraungoldenen
Strom der Musik
und liebe der Zuversicht Grün,
lass deine Augen trinken
vom sanften Grün der Natur;
fülle dein Herz mit Schätzen,
der Tag ist lang!

Das Morgen steht vor der Tür
es wird seine Hände aufhalten;
wohl dir, wenn du geben kannst!

Eva Hönick

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Sonntag, 03. Mai 2020

Der Herr segne dich,

ER erfülle dein Herz mit Ruhe und Wärme,
deinen Verstand mit Weisheit,
deine Augen mit Klarheit und Lachen,
deine Ohren mit wohltuender Musik,
deinen Mund mit Fröhlichkeit.
deine Nase mit Wohlgeruch
deine Hände mit Zärtlichkeit,
deine Arme mit Kraft,
deine Beine mit Schwung,
deine Füße mit Tanz,
deinen ganzen Leib mit Wohlbefinden.
So lasse der Herr alle Zeit
seinen Segen auf dir ruhen.
Er möge dich begleiten und beschützen,
dir Freude schenken dein Leben lang,
dir Mut zusprechen in schweren Zeiten.

Heinz Prangels (nach einem alten irischen Segen)

 

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Samstag, 02. Mai 2020

Päpstliches Dienstrad

Im Juli 2013 bekommt Franziskus als erster Papst neben einem Dienstwagen auch ein elektrisches Dienstfahrrad geschenkt – passend zum Papstgewand ganz in weiß.

Franziskus ist bekannt dafür, dass er als Kardinal stets mit dem Fahrrad und den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fuhr. Warum nicht also ein Dienstfahrrad? Ob er es aber tatsächlich benutzen kann, ohne sein weißes Gewand in Mitleidenschaft zu ziehen, bleibt abzuwarten. Dass die Kombination von Zweirad und Soutane aber nicht ausgeschlossen ist, zeigt einst der berühmte Schauspieler Fernandel in den beliebten Don-Camillo-Filmen.

Franziskus könnte sein Dienstrad beispielsweise für seine nächtlichen Streifzüge durch Rom benutzen, wenn er heimlich die Armen und Obdachlosen besucht. So wäre es für ihn ein Leichtes, seine Leibwächter abzuhängen.

Vielleicht denken Sie bei Ihren Fahrrad-Streifzügen auch einmal an unseren Papst Franzikus und schicken ein Fahrrad-Stoßgebet für ihn zum Himmel.

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Freitag, 01. Mai 2020

Lebensknoten

Ich halte dir hin,
was drückt -
Gebe dir, Mutter Maria
die Knoten meines
Lebens in Obhut.

Ich selbst löse sie nicht, verstehe nicht,
rätsle umsonst fast, kann ich nicht
abgeben, loslassen,

Wut, Rache, Zorn, Angst - all das steckt da drin,
all das gebe ich in die Hände
grenzenlosen Vertrauens.
 

Nur das ist meine Aufgabe -
das Wandeln und Lösen, das liebevolle Betrachten überlasse ich dir.

Nur weinen kann ich über die Knoten meines Lebens,
über Unzufriedenheit und Hass,
Missachtung und Treulosigkeit.

Aber im göttlichen Licht deiner Liebe
vertraue ich auf Wandlung,
werde ich frei trotz - wegen - und mit
meiner ganzen Geschichte.

Meine Schatten lösen sich in deinem Licht.


Johanna Maria Quis

 

Blüh auf, gefrorner Christ, der Mai steht vor der Tür!
Du bleibest ewig tot, blühst du nicht jetzt und hier.

Johannes Scheffler (1624 - 1677)

 

Zum Schmunzeln

Ein katholischer Priester ist zum ersten mal in Rom, als das Konzil beginnt.
Mitten in der Menge der Gläubigen beobachtet er die Auffahrt der Würdenträger und bestaunt deren Karossen, mit denen sie ankommen – ein Rolls Royes, einen Cadillac, einen Mercedes ... .

Fassungslos grübelt er vor sich hin:
"Erstaunlich, und mit einem Esel haben sie alle angefangen."